"Wenn Du in eine Höhle gehst... nimm nichts mit, lass nichts zurück, zerstöre nichts und schlag nichts tot!"


Warum faszinieren Höhlen mich? Höhlen birgen immer etwas geheimnisvolles. Es werden Welten betreten, die zuvor niemand gesehen hat.
Sie sind ein Stück weit Natur und eine Hinterlassenschaft der Evolution.Wenn ich als Kind im Ausland eine Schauhöhle betrat, haben mich
diese überdimensionalen Räume fasziniert. Die Formen und die Kühle, die Ruhe und die Schönheit.Eine Schauhöhle im Vergleich zu einer
noch nicht erforschten Höhle ist ein enormer Unterschied. Wenn man Neuland betritt, weiß man nicht, was einen erwartet.
Es ist sehr wichtig Höhlen zu schützen und zu betreuen, sie zu erforschen und zu dokumentieren. Dafür gibt es Höhlenverbände und Vereine.
Sicherheit ist neben dem Höhlenschutz das wichtigste bei einer Höhlenbefahrung. Grundvoraussetzungen sind eine zweckmäßige Ausrüstung, Erfahrung
und ein eingespieltes Team. Auf keinen Fall sollte man eine Höhle allein befahren !

Die Geologie in Wuppertal

Vor ca. 370 Millionen Jahren (Mitteldevon) herrschten in Mitteleuropa tropische Verhältnisse. Ein großes Urzeitmeer war dort, wo heute das Bergische Land liegt. Tropische Korallenriffe beherrschten damals das Bild des Meeresbodens.
Geologisch ist das Bergische Land ein Teil des rechtsrheinischen Schiefergebirges.
Die ältesten Gesteine findet man im Südosten Wuppertals. Hier stehen Tonschiefer, Grauwacken und Konglomerate ( Gestein ) des Unterdevons.
Nordwestlich davon schließen sich mittel-devonische schiefrige Ton-, Schluff-, und Grauwacken-Wechselfolgen an. Vorkommen von Kalklinsen weisen in diesen Gesteinen auf erste Riffbildungen hin. Günstige klimatische Bedingungen und eine andauernde Absenkung des Untersuchungsraumes führten im Mittel- bis Oberdevon zur Ausbildung mächtiger Riffkomplexe. So erstreckt sich in Südwest-Nordost-Richtung der devonische Massenkalk quer durch das Wuppertaler Stadtgebiet. In Wuppertal-Wichlinghausen kommen kleinräumig Diabase vor, die durch Vulkanismus auf dem Meeresboden im Oberdevon gebildet wurden.
Das Devon begann vor etwa 416 Millionen Jahren und endete vor ca. 359 Millionen Jahren.
Ganz im Norden Wuppertals sind als jüngste Schichten noch Schiefer, Quarzite und Grauwacken des Karbons erhalten. Das Karbon begann vor etwa 359 Millionen Jahren und endete vor ca. 299 Millionen Jahren.
Nachdem die Gesteine abgelagert worden waren, wurden sie gefaltet, gegeneinander verschoben und an einigen Stellen auch erhöhten Drücken und Temperaturen ausgesetzt. Deshalb können in Wuppertal häufig gefaltete und steil aufgestellte Gesteinsschichten beobachtet werden.
Nach dem Karbon wurden lange Zeit keine Gesteine mehr abgelagert bzw. gebildet. Vielmehr war das Gebirge der Abtragung ausgesetzt. Erst im Tertiär wurden in einigen Tälern wieder Sande und Kiese abgelagert. Das Tertiär begann vor ca. 65 Millionen Jahren und dauerte bis zum Beginn der Eiszeit vor rund 2,6 Millionen Jahren.
Während der Eiszeit wurde im gesamten Bereich von Wuppertal Löss abgelagert. Löss wird mit dem Wind verfrachtet. Da in den Kaltzeiten große Bereiche Europas nur mit dünner Vegetation bedeckt waren, hatten die Winde ein leichtes Spiel, die Staubpartikel aufzunehmen und an anderer Stelle abzulagern. Das Ergebnis ist der Löss. Bedingt durch den Windtransport besteht Löss aus gleichkörnigem, äußerst feinem Quarzstaub mit 8 bis 20 Prozent kalkigen Bruchstücken. Erkennen kann man Löss an seiner gelb-braunen Farbe und daran, dass er beim Zerreiben in den Fingerrillen hängen bleibt.

Die Hardthöhlen



Der Hardtberg erreicht eine Höhe von 232 Metern und liegt damit gut einhundert Meter über der Wuppersohle. Der Bergrücken hat eine Länge von ca. zwei Kilometern in West-Ost-Richtung und eine Breite von bis zu 900 Metern.
Im Hardtberg befinden sich Wuppertals bedeutendste Höhlen, die Hardthöhlen. Das unter Naturschutz stehende Höhlensystem ist nicht öffentlich zugänglich.



Die Hardthöhlen sind ein Höhlensystem im Wuppertaler Stadtgebiet Elberfeld, die Größe wird mit 1,5428 Hektar angegeben. Die Höhlen unter den Hardt-Anlagen, einem Park auf einer Erhebung im Stadtgebiet, sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie werden als eben aber recht verzweigt beschrieben. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein kleiner Teil für den Bau eines Luftschutzbunker genutzt. Als sich in den 1960er Jahren Kinder in dem Höhlensystem verlaufen hatten, wurde der Zugang verschlossen.
Sie wurden schon erstmals mit dem Reichsnaturschutzgesetz von 1937/38 unter Schutz gestellt. Dies wurde vom Land Nordrhein-Westfalen am 23. Juni 1966 mit der Klassifizierung als Naturschutzgebiet „wegen der artenreichen Hoehlenfauna" bestätigt. Der Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. wurde von der Stadt Wuppertal beauftragt, die Betreuung der Höhle zu übernehmen. Durch ihn wurde das Höhlensystem auf einer Länge von 4037 Metern (Obere Hardthöhle)und einer Tiefe von 62 Metern erforscht. Damit sind die Hardthöhlen die zweitlängsten im Gebiet Westsauerland und Bergisches Land und unter den Höhlen in Deutschland auf Platz 17. Auch wurde nach 1992 ein neues System in der Unteren Hardthöhle entdeckt. Im letzten Sommer durfte ich die Hardthöhle befahren. Gemeinsam mit 2 Mitgliedern des Arbeitskreis Kluterthöhle, hatte ich eine abenteuerliche und schmutzige, aber wunderschöne Tour. Der Clou war, daß man sich durch ein 40 cm Durchmesser Rohr quetschen mußte, um in das Obere Höhlensystem zu kommen. Die Hardthöhle ist wunderschön und einzigartiges Erbe für die Stadt Wuppertal. Ich bin froh darüber, daß der Höhlenverein sich um die Objekte kümmern. Somit werden sie vor Vandalen geschützt und erhalten. Mit Stefan Voigt und Timo Erthel vom Arbeitskreis Kluterthöhle, durfte ich vor 2 Jahren die Hardthöhlen Extrem-Tour erleben. Mußte mich durch nur ein 40 cm Durchmesser Rohr quetschen um in die Obere Hardthöhle zu kommen. Es war herrlich->>>und vieeeel SCHLUF<<<



Die Hardthöhle besteht aus drei Teilen: Die Obere Hardthöhle (auch Klutertunnel genannt) geht vom Tennisplatz aus bis zur JVA-Schule.
Die Unterste Hardthöhle ist mit 800 Metern der kleinste und feuchteste und schlammigste Teil der Hardthöhlen.
Die Untere Hardthöhle hat den Zugang Nähe Missionsstraße.
In der Liste der längsten Höhlen von Deutschland ( Stand Januar 2010) steht die Hardthöhle auf Platz 17 mit einer Gesamtlänge von
4037 m . 

Siehe dazu auch hier: http://www.arge-grabenstetten.de/forschung/sonstiges/laengsteundtiefste/index.htm


Exkursionsbericht Befahrung der Hardthöhlen im Mai 2010

Anlässlich der 50. Jahrestagung des
Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. meldete ich mich zu der Befahrung an. Ein Tag zuvor traf ich Hans Morlo in Ennepetal, wir hatten uns schon einige Zeit nicht mehr gesehen.
Am Befahrungstag trafen wir uns am frühen Morgen auf dem Hardtberg. Zuvor die Nacht konnte ich vor Aufregung garnicht schlafen. Die Vorfreude war einfach zu groß. Da ich das Höhlensystem schon kannte, wußte ich was auf mich zukam. Dennoch freute ich mich sehr, einige Mitglieder des AKKH e.V. wiederzusehen und gemeinsam in die Unterwelt Wuppertals abzutauchen.



Wir waren 8 Leute und stiegen nun hinab in die Obere Hardthöhle. Etwa 5 Meter gings den Schacht hinab. Es war aufregend, ich war in meinem Element. Ich hockte mit den anderen schon unter der Erde, während der letzte Befahrer den Deckel von oben wieder verschloss.




Nun gings los. Ich saugte den Anblick der Felswände nicht wie ein Schwamm auf, wie bei meiner ersten Exkursion in die Höhle, nein ich lebte es bewusster aus, was ich sah. Sie kam mir noch schöner vor, mit all ihren Klüften, Gängen und Tropfgeräuschen. Untertage merkte man, daß wir ein richtiges Team waren. Keine Hektik, kein Stress, jeder achtete auf den anderen. Dieses Gefühl ein "Team" zu sein , ist neben meinen anderen Befahrungen mit gemeinsamen Freunden schon bekannt. Denn solch eine Höhlenbefahrung wie in der Hardthöhle ist kein "Spaziergang". Man sollte schon Erfahrung mitbringen und eine körperliche Belastung standhalten.




Angst vor Enge ist auch hier fehl am Platz. Die Höhle birgt viel Gefahren, wenn man nicht aufpaßt. Es kann mitunter sehr rutschig und eng werden. Der Weg zum " Klutertunnel" war der schönste Teil für mich mit viel Schluferei. Die Luft und die Temperatur in den Hardthöhlen ist mehr als angenehm. Trotzdem schwitze ich viel Flüssigkeit aus.

Hier ein paar Eindrücke:



Schön auch das Innenleben der Hardthöhlen. Sinterbereiche die einen erstaunen lassen








Zwischendurch gabs Pausen und man erklärte uns die Höhlenflora- und Fauna







Der Weg zum Klutertunnel war am beschwerlichsten aber am aufregendsten. Man kommt so richtig an seine körperlichen Grenzen. Den Abschluß der Befahrung führte uns durch ein 3 m langes und 40 cm enges PVC Rohr. Mit Helm nicht möglich . Schichtmeister August gab alles ;-) Am Seil vorwärts ziehend ließen kurz vor Ende die Kräfte nach. Deutlich merkte man in den Armen die nachlassende Kraft. Jeder Knoten im Seil war eine Hilfe, doch am Ende war auch ich auf Timos helfende Hand angewiesen, die mich dann entgültig um ein paar fehlende Zentimeter herausrauszog.









Ausfahrt aus der Höhle, dreckig und glücklich nach vielen Stunden in der faszinierenen Dunkelheit.



Ich möchte mich ganz herzlich beim Arbeitskreis Kluterthöhle für dieses Erlebnis bedanken. Es hat wie immer Spaß gemacht mit Euch. Allen Teilnehmern danke ich auch, besonders Timo und Carsten. Wir sehen uns wieder !!!
Danke auch an Schichtmeister August für die Bereitstellung einiger selbstgeschossenen Fotos von mir und der Höhle. Es ist eine schöne Erinnerung an unsere gemeinsame Tour.

Neuerscheinung eines sehr interessanten Buches:

Erdgeschichte, Kulturgeschichte, Erforschungsgeschichte

von Stefan Voigt, Lutz Koch und Lothar Kruse


ISBN 978-3-00-031095-9





ANDERE HÖHLEN IN DER STADT WUPPERTAL



Es gibt auch noch weitere Höhlen in Wuppertal, die ich nach und nach vorstellen werde, wenn ich sie befahren durfte.

* Himmelfahrt-Ponorhöhle in Nächstebreck (die zweitlängste in Wuppertal mit 700 m Länge)
* Erlenhöhle : An der Stadtgrenze zu Schwelm im Westen liegt die als Naturdenkmal ausgewiesene Erlenhöhle, deren vielfältige Tierwelt – unter Berücksichtigung der relativ geringen Höhlengröße – bemerkenswert ist. Die Höhle wurde bei einer Fuchsjagd im Jahre 1902 entdeckt und ist nach einem nahegelegenen Gehöft benannt.

Diese Höhlen wurden vom Arbeitskreis Kluterhöhle geschützt und vermessen.

Erlenhöhle

* Erdmännkeskuhle in Nächstebreck
in einem unglaublich tiefen Felsspalt


kurios der Eingang. Einfahrt nur mit Seilsicherung möglich !!!!



* Blumenroth-Ponorhöhle knapp an Schwelm misst 50 m
hier die Bachschwinde dazu:


Aber auch in alten Eisenbahntunnels, den Schwelmer Tunnel befindet sich eine Höhle, die den Namen " Schwelmer Tunnelhöhle "trägt. Siehe auch unter U-Verlagerungen

Ebenso erwähnenswert die Fatlohhöhle und die Dorper Tunnelhöhle.

Kleinhöhle in Vohwinkel

Vom Parkplatz folgt man links der Osterholzerstraße, biegt
dann rechts ab über einen Schotterweg, vorbei an Wiesen
und Wald. An der nächsten Wegkreuzung geht es die In-
dustriestraße bergab. Auf halben Berg geht es links hinauf
in den Wald. Vorbei an dem Hof Alt-Derken und der JVA
Simonshöfchen erreicht man das Naturschutz- und Doli-
nengebiet Krutscheidt, wo um 1870 einige Jahre lang auch
Eisenerz abgebaut wurde.
Unterirdisch fließendes Wasser löst den Kalkstein im Un-
tergrund. Klüfte und Spalten erweitern sich. Schließlich ent-
stehen Höhlensysteme. Bricht die Decke ein, bilden sich -
wie hier in dem kleinen Naturschutzgebiet - trichterförmige
Vertiefungen, sogenannte Dolinen.

Hier haben wir eine gefunden


BISMARCKHÖHLE IN ENNEPETAL



Zum Tag des Geotops gab es eine Gemeinschaftsveranstaltung des Vereins für Heimatkunde Schwelm, mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle und dem Geologischen Dienst NRW, Krefeld.

hier der Höhleneingang heute

im Vergleich hierzu damals

Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Exkursion in die Karstgebiete des Klutertbergs in Ennepetal und der Höhepunkt des Geschehens war die sonst nicht für jeden zugängliche Bismarckhöhle angeboten! Das machte mich natürlich sehr glücklich , denn ich wusste, dass die Höhle auch gleichzeitig als Luftschutzraum während des 2. Weltkrieges genutzt wurde, praktisch wie das Gertrudenberger Loch in Osnabrück. Nur das die Bismarckhöhle eine natürliche Höhle ist, die auch noch ohne Probleme öffentlich zugänglich gemacht wurde an diesem Tage und riesig groß und wunderschön ist, wie Ihr es gleich auf den Bildern sehen könnt. Mit Helm, Stativ und Lampe bewaffnet, machte ich mich auf den Weg in die dunkle Vergangenheit.

auf dem Weg in die Höhle

 Die Bismarckhöhle hat eine Ganglänge von 1248 m und ist wirklich nicht klein. Die Höhe beträgt 15 m. 1881 wurde diese wunderschöne Höhle direkt an der Bahnlinie entdeckt. Sie liegt an einer nach Südosten und Nordosten flach, nach Westen jedoch steil abfallenden Aufwölbung der Kalkschicht im Klutertberg.

Man befährt die Höhle heute durch einen betonierten und mit Ziegelmauern ausgebauten Eingangsstollen. Von hier aus geht es in meinem Lieblingsraum (auch der größte Raum) den „Westfalenraum „, der 40 m Länge und 10 m Breite misst.

die Westfalenhalle

hier Blick von innen nach außen der Sanitätsbereich

die gleiche Stelle aus Kriegsjahren

Die Westfalenhalle ist einer der größten Höhlenräume des Klutertberges. Die aus Schiefer bestehende Gangdecke zeichnet genau die Sattelachse und das steile Abfallen der Schichten nach Westen auf. Der Boden wurde früher aus einem Chaos großer Blöcke gebildet. Durch den Ausbau den Bunkers, ebnete man den Boden ein und setzte drei Stützpfeiler, die ich so besonders schön finde.

wunderschön die Stützpfeiler

 Die Räumlichkeiten der Bismarckhöhle sind gut zu Fuß zu befahren, dennoch gibt es auch sehr viele Engstellen, die zum schlufen einladen und in andere Räume führen. Neben den Hardthöhlen in Wuppertal, gehört die Bismarckhöhle nun auch zu meinen Lieblingshöhlen.

Gänge

 Die Bismarckhöhle als Luftschutzraum

die Bunkertür

Der Luftschutzbereich der Bismarckhöhle hatte ein Fassungsvermögen von rund 2.500 Menschen und diente der Milsper Bevölkerung als Zuflucht in Bombennächten.

Der Luftschutzraum wurde am 30. Januar 1944 eingeweiht, war mit Bänken ausgerüstet und besaß neben den Aufenthaltsräumen auch einen Sanitätsraum, Aborte und eine „Kinderecke“ mit Karussell und Schaukel.

Originalbild aus Luftschutzzeiten

das was noch übrig geblieben ist von dem Karussell

 Die Reste dieser Spielgeräte kann man heute noch erkennen und sind wie unberührt.

hier war einmal die Wippe

 Ein Zeitzeuge, der mit mir durch die Bismarckhöhle ging erinnerte sich noch genau an dieses Karussell, womit er in den Bombennächten gespielt hatte. Der Eingang war mit einer Splitterschutzwand versehen und hatte auch noch einen Fluchtweg für Hochwassergefahr.

deutlich die weiße Farbe für den Sanitätsbereich

Abort

 Zur Luftschutzhöhle gehörten auch drei Notbrücken über die Ennepe, zwei Übergänge über die Talbahnstrecke (man beachte die noch lesbare Inschrift „Vorsicht Bahnübergang“), eine Lichtanlage sowie eine Notlichtanlage mit Akku.

"Vorsicht Bahnübergang"


Alle Informationen stammen von Herrn Wiethege (1985a).

ein Nebenraum

 Nordwestlich von Klutert- und Bismarckhöhle wurden beim Bau weiterer Luftschutzstollen noch zwei weitere Höhlen entdeckt. Die Russenhöhle und der Russenbunker.

Eingang Russenhöhle

Eingang Russenbunker

 Den Namen nach zu urteilen, haben diese beiden Höhlen vor allem als Schutzräume für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter gedient. In den schweren Notzeiten der ersten Nachkriegsjahre, sind die Ausstattungen der Höhlen, vor allem die Elektroinstallationen, entwendet worden.

Gang nach draussen aus der Bismarckhöhle

Nachwort: Dank des Arbeitskreises Kluterthöhle, wurde es wieder möglich, eine sonst verschlossene Türe zu öffnen und mal wieder in die Vergangenheit zu reisen. Auch wenn rund 40 Teilnehmer an diesem sehr lehrreichen Nachmittag teilgenommen haben, ist man nicht zu kurz gekommen. Ich hatte genügend Zeit meine Fotos zu machen, Eindrücke von vielen Relikten aufzusaugen und in Gedanken an das Vergangene nach Hause zu fahren.

 Diese Höhle verdient den Schutz vor Vandalismus und ist gottseidank verschlossen. Die Geologie, Fauna und Flora wurden ebenso ein Thema auf unseren gemeinsamen Spaziergang um den Klutertberg und war sehr informativ. Die älteren Fotos habe ich dem KLUTERT-BUCH entnommen, um ein wenig zu zeigen, wie es damals in der Bismarckhöhle ausgesehen hat.

hier sind noch Stufenreste zu erkennen

DAS KLUTERTBUCH

 Herausgegeben von L.Koch

ISBN 3-89431-020-0

erhältlich ist das Buch nur im Shop an der Kluterthöhle


Kluterthöhle in Ennepetal

Typ: Felshöhle

 Entdeckung: 1586 (erste Erwähnung)

Schauhöhle seit: 1884

 Beleuchtung: elektrisch (seit 1951)

 Gesamtlänge: 5503 Meter

Länge des Schauhöhlenbereiches: 700 Meter

 Die Kluterthöhle in Ennepetal (Eingang in der Höhlenstrasse) ist eine der größten Natur- und Schauhöhlen Deutschlands. Sie besteht aus 360 Gängen mit einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometern.

Einen Teil davon (etwa 700 Meter) können die Besucher bei den Führungen sehen. Die Kluterthöhle nun liegt gleich im ersten vom Bahnhof aus erreichbaren Stadtteil Milspe. Sie ist Teil des Klutertbergs, der sich ziemlich steil am andern Ufer der Ennepe erhebt – also wieder den nächsten Berg rauf. Das ist ja so typisch für das Bergische Land: steil rauf, steil runter, obwohl die Berge selbst gar nicht sooooo wahnsinnig hoch sind, ist es verdammt anstrengend hier zu wandern – und manchmal auch nicht ganz ungefährlich, es ist teilweise nämlich auch sehr felsig. Die Kluterthöhle nun ist keine Tropfsteinhöhle wie so viele andere bekannte Höhlen, sie ist eine Felsenhöhle mit ein paar wenigen Tropfsteingebilden. Eine Tropfsteinhöhle bildet sich nur da, wo der Boden kalkhaltig und damit wasserdurchlässig ist. Steter Tropfen höhlt in dem Falle nicht den Stein, sondern bildet in Jahrmillionen diese wunderschönen Tropfsteingebilde, indem das Wasser, das von der Decke tropft, verdunstet und der Kalk zurück bleibt. Da die Tropfen immer wieder auf dieselbe Stelle fallen, wachsen auf diese Weise die Stalagmiten auf dem Boden und die Stalagtiten wo ebenfalls die Kalkreste nach dem Verdunsten des Wassers übrig bleiben, aufeinander zu. Aber, wie gesagt, dies ist in der Kluterthöhle die Ausnahme.

Die Kluterthöhle entstand vor Jahrmillionen, als sie noch unter Wasser lag, und so wurde der Kalkstein aus dem Fels heraus gespült. Wie ich der Entstehungsgeschichte auf der Seite www.kluterthoehle.de entnehme, entstanden die wenigen Tropfsteingebilde erst, nachdem das Gebirge aus dem Wasser gekommen ist, viele Tropfsteine wurden in der Haupthöhle wohl durch Menschenhand zerstört, so dass in den der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Nebenhöhlen doch noch einige Tropfsteingebilde mehr erhalten sind. Dennoch konnten sie sich nie in der Pracht wie in den anderen bekannten Höhlen des Bergischen und Sauerlandes entfalten, da die Höhlen so viele Jahrmillionenunter Wasser lagen. Entdeckt bzw. über ihre Entdeckung berichtet wurde erstmals im 16. Jahrhundert, ab 1914 wurde sie wissenschaftlich erforscht.

Wie man uns auf unserem Rundgang durch die Höhle erzählte, diente sie im zweiten Weltkrieg als sichere Zufluchtstätte bei Bombenalarm. Ab 1954 begann man, die Höhle auch für Kuren zu nutzen. Sie soll sich sehr günstig bei Atemwegserkrankungen auswirken. Auch Raucherentwöhnung steht auf dem Programm. Dafür ist in der Höhle ein regelrechter Kurraum vorgesehen, an dem man bei einer Führung auch vorbei kommt. Die Kurgäste können es sich auf Liegen bequem machen, müssen sich halt warm anziehen, da es in der Höhlen konstant +10°C „warm“ ist, und haben Licht, um zu lesen etc.

Therapie

 Man hatte dort in der „Kluterthöhle” einen Luftschutzbunker für die Bevölkerung eingerichtet. Mit zunehmender Brutalität des Bombenkrieges bemerkten die Asthmatiker des Ortes, dass es ihnen um so besser ging, je öfter sie an diesem Schutzort Zuflucht nehmen mussten. Der Nutzen war so deutlich, dass sie die Höhle auch noch nach dem Krieg zur Linderung ihres Leidens aufsuchten. Der nach Kriegsende nach Ennepetal heimgekehrte Arzt Dr. Spannagel erkannte die sich hier bietende Chance und baute die Kluterthöhle systematisch zur ersten deutschen Untertage-Therapiestation aus – Ennepetal wurde zur Wiege der Speläotherapie in Deutschland.




Seit 1954 wird die Höhle wegen der staubfreien Luft auch zur Therapie von Atemwegserkrankungen genutzt. Die Kluterthöhle bietet 120 Therapieplätze mit Heilmöglichkeiten bei:

 Asthma bronchiale bei Überempfindlichkeit für Staub, Haare, Federn, usw

 Asthma bronchiale katarrhalischer Art

  chronischer Bronchitis

  Heuschnupfen

 allergischen Erkrankungen der Haut

  Keuchhusten

  Keuchhustenrekonvaleszenz

Sonderführungen

Besonders zu empfehlen sind die Sonderführungen (ab 10 Personen). Mit Helm und Taschenlampe geht es in unbeleuchtete Höhlenbereiche abseits des normalen Führungsweges. Die Sonderführungen dauern 1 1/2 Stunden und müssen telefonisch angemeldet werden. Wichtig: Bei den Sonderführungen beträgt das Mindestalter der Besucher acht Jahre. Auf dieser speziellen Route muss teilweise etwas geklettert oder auf dem Bauch liegend durch Engstellen gekrochen werden. Die Führung dauert ca. 1 1/2 Stunden. Alte Kleidung und Gummistiefel werden dringend empfohlen. Eine funktionierende Taschenlampe mit neuen Batterien sollte ebenfalls mitgebracht werden. Helme sind an der Höhle vorhanden, gut geeignet sind auch Fahrradhelme. Auch eine Schatzsuche für Kinder kann gebucht werden. XX-Treme Abenteuer, Selbsterfahrung, Rebirthing und Grenzerfahrung verspricht die XX-Treme-Tour durch die Höhle. Ihre körperlichen und mentalen Grenzen in Dunkelheit und absoluter Stille erleben die Teilnehmer bei einer zweieinhalbstündigen Führung durch zum Teil unbeleuchtete Gänge der Kluterthöhle. Mit Schutzhelm, Stirnlampe, Kletterausrüstung und Overall ausgerüstet, werden die 'Höhlenforscher' von einem professionellen Team begleitet. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Öffnungszeiten:

Die Kluterthöhle ist ganzjährig geöffnet. Führungen (Dauer ca. 40 Minuten) finden im Stundentakt statt, täglich von 10 bis 16 Uhr

Anreise

Haltestelle: Ennepetal-Klutert, Buslinie 551 Mit dem Auto: A1 Abfahrt Wuppertal-Langerfeld, dann B7 Richtung Ennepetal

Kontakt:

 Kluterthöhle Gasstr. 10

58256 Ennepetal

DIE WEISSE KUHLE IN MARSBERG

Das Buch von Hans Morlo



Meine erste richtig schwierige und nicht ganz ungefährliche Höhlenbefahrung habe ich unter Führung von Hans Morlo im August 2006 erlebt. Ich bin wirklich begeistert und froh, daß ich es ohne Probleme geschafft habe. Denn diese Höhle ist nichts für Menschen, denen Enge ein Dorn im Auge ist. In der weissen Kuhle kann man wirklich nur an einer Stelle stehen. Der Rest ist nur schlufend- egal ob Bauch oder Rücken zu erreichen. Der schwierigste Teil aber ist das Erreichen der Höhle selber. Mehr dazu später. Erst einmal stelle ich die Höhle vor:


Die Weiße Kuhle befindet sich im Südosten von Marsberg, in einem aufgelassenen Steinbruch am südwestlichen Fuße des Höling.



Allgemeines

Die Höhle ist bekannt als beliebtes Ausflugsziel und wurde 1968 von H. STREICH näher beschrieben. Er gibt die Gesamtganglänge der Höhle mit 195 m an und berichtet von Knochenfunden des Höhlenbären aus der Weißen Kuhle. Der Plan von E. PERKUHN (1967) ist schon sehr genau; nach ihm beträgt die Gesamtganglänge der Höhle ca. 220 m. 1989 berichtet H. KAMPMANN über die Geschichte der Weißen Kuhle und der Höhlenbären.

Die Weiße Kuhle hat sich im Zechsteinkalk des Marsberger Raumes gebildet, der sich im Perm vor gut 250 Mill. Jahre hier abgelagert hat. Der Steinbruch am Höling wurde schon im 12. oder 13. Jahrhundert betrieben, was die Baustoffe der Obermarsberger Stiftskirche und Nikolaikirche beweisen. Erst Anfang der 70er Jahre dieses Jahrhunderts wurde der Steinbruchbetrieb eingestellt (H. KAMPMANN, 1989); das jetzige großräumige Eingangsportal wurde dabei künstlich erweitert. Der ehemalige Haupteingang der Höhle, heutiger Nebeneingang, befindet sich nun l 1,3 m über der Sohle.

In der Weißen Kuhle sollen nicht nur Knochen vom Höhlenbären gefunden worden seien, sondern auch vom Wisent und vor allem vom Menschen, wobei letztere nicht genau belegt werden können (H. KAMPMANN, 1989). [Inzwischen wurden weitere Tierarten durch entsprechende Knochenfunde nachgewiesen (MOREO, M. & NAGEE & MORLO, 2000).]

Der Weg zum Portal geht an einem sehr schmalen Steilhang entlang



Raumbeschreibung



Das künstliche Eingangsportal der Weißen Kuhle ist 27 m lang, 20 m breit und 18 m hoch. Der großräumige Blockversturz der Eingangshalle geht in östlicher Richtung in Lehm über. Hier befindet sich auch eine natürliche Kluft, die jedoch in südlicher Richtung bald für Menschen /u schmal endet. Eine 11 m hohe Steilstufe vor dem nordnordwestlichen Ende der Eingangshalle, verhindert die Befahrung des eigentlichen Höhlensystems. Dieses wird durch den weiter nordwestlich gelegenen Nebeneingang der Höhle erreicht.

Der breite Gang, der wohl ebenfalls teilweise künstlich erweitert wurde, quert den gewaltigen Portalraum auf einer "Galerie" und steigt bis auf + 15,6 man. Kurz vor Erreichen der eigentlichen Höhle sind an der linken Wandseite natürliche, enge Klüfte aufgeschlossen, die einen kleinen Rundgang darstellen. Hier können auch sehr schöne Karrenbildungen studiert werden.

Nach Queren der Galerie öffnen sich zwei Höhlengänge, der Wilhelmsgang und darüber der Hubertgang. Am Beginn dieses oberen Ganges, ein herrlicher Profilgang von etwa l m Höhe, entdeckten hessische Höhlenforscher 1987 am Grunde einer schmalen Kreuzkluft nach nur kur zer Grabung einen niedrigen Profilgang, der leider in beide Riehtungen verlehmt endet. Interessant sind hier nur kleinere Knochenlager, die bisher nicht näher bestimmt wurden. Gegenüber dieser Stelle kann man etwa 4 m hoch in einen schmalen Schlot klettern.

Der ostsüdöstlich verlaufende Hubertgang verzweigt sich bald, wobei beide Gangfortsetzungen in eine niedrige Kammer führen. Der Lehmboden geht hier in -»Sinterboden über. Leider sind die ehemals reichen •»Versinterungen in diesem Teil der Höhle arg verschmutzt und beschädigt worden. Am südlichen Ende dieser Kammer mündet ein fast kreisrunder Abstieg in einen geräumigen Profilgang, der nach zwei Steilstufen von jeweils knapp 2 m in den Thiele-Dom führt.

Am nordöstlichen Ende der flachen Kammer setzt sich der Hubertgang mit einer Engstelle fort, die in einen kleinen Raum mündet und in eine aufwärts führende Röhre übergeht. Dieser Hubertgang knickt schon nach wenigen Metern nach Osten um, fällt schräg ab und trifft dann auf einen hohen Profilgang. Am Anfang dieses mäandrierenden Ganges führt ein Schacht in südlicher Richtung in die Tiefe, die so genannte Hohe Spalte, deren unterer Bereich auch auf Umwegen erreicht werden kann. Der gut 2 m hohe Mäander führt erst in Richtung Südosten weiter, geht dann in eine südlich verlaufende Kluft über, die unterhalb einer kleinen Steilstufe in die Endhalle führt. Dieser 6 x 3,5 x 3 m messende Raum endet in südsüdöstlicher Richtung verstürzt. Fortsetzungen hinter dem Versturz sind sehr wahrscheinlich.

An der ostsüdöstlichen Wandseite der Endhalle kann durch Versturz weiter aufgestiegen werden in einen hohen Raum, der im Versturz endet. Hier befinden sich kleinere Tropfsteingebilde. Das Höhlensystem hat hier seinen höchsten Punkt bei + 20 m erreicht. An der Stelle in der Endhalle, an der durch den Bodenversturz in Richtung Hohe Spalte abgestiegen werden kann, beginnt westlich ein enger Röhrengang, der eine Verbindung mit dem folgend beschriebenen Profilgang bildet. Unterhalb der Endhalle schließt sich ein Profilgang an, der erst südwestlich, dann nordwestlich verläuft. An der Decke dieses Ganges endet der eben beschriebene Röhrengang. Unterhalb dieser Deckenröhre zweigt noch ein breiter aber niedriger Gang nach Osten ab, der jedoch verlehmt endet. Der mannshohe Hauptgang knickt schon bald nach Westen um und führt auf zwei Wegen (über den großen Block und unten durch) in die Hohe Spalte, die - wie oben erwähnt - an ihrem oberen Ende vom Hubertgang angeschnitten wird.

Diese stark  versinterte Kluft geht in südlicher Richtung in geräumigen Versturz über. Von der Hohen Spalte zieht sich ein breiter, stark verstürzter Gang nach Südosten hin. Er geht in den flachen Tellersaal über, der seinen Namen bekommen hat, weil er fast kreisrund ist, was einem jedoch erst klar wird, wenn man ihn kriechend umrundet hat. Dieser Raum (11 x 8 x 0,6 m) taucht langsam im Lehm ab. Nur in Ostsüdost-Richtung befindet sich eine Fortsetzung des Raumes, die jedoch auch schon bald im Lehm versinkt.

Hier konnte 1989 nach nur kurzer Grabung der Knochen schluf entdeckt werden. Dieser zuerst ostnordöstlich verlaufende, niedrige aber breite Gang knickt bald nach Norden um und endet schließlich in nordöstlicher Richtung in einer Kammer (40 cm hoch, 2 m lang und l ,50 m breit). Dort endet auch ein -»Schlot mit Sinter. Von hier aus kann man etliche Meter nach vorn und nach beiden Seiten in den spannenhohen Raum hinein sehen. Wir konnten hier kleinere, sicherlich eingeschwemmte Knochen finden, die bisher noch nicht bestimmt wurden. Weitere Höhlenteile könnten hier entdeckt werden, jedoch ist hier eine Grabung sehr anstrengend.

Am Grunde der Hohen Spalte kann in westlicher Richtung durch Versturzblöcke in den Thiele-Dom (13 x 7,5 x 2,5 m) abgestiegen werden. In die Decke dieses Raumes mündet ein breites Profil ein, welches eine Verbindung mit dem überlagernden Gangsystem bildet. Steigt man über zwei Steilstufen von jeweils knapp zwei Metern hoch, erreicht man die oben beschriebene niedrige Kammer im Hubertgang.

Der Thiele-Dom geht hinter einer kleinen Steilstufe in den Wilhelmsgang über, der ein schönes Profil besitzt. Durch diesen Gang wird eine größere Kammer erreicht, an deren südlicher Wandseite ein blinder Schlot in die Höhe führt. Die stark verstürzte Kammer steigt in Nordwest-Richtung steil an und erreicht wieder die Galerie des Höhlenportals unterhalb des Hubertganges.

Die Höhle hat nach dieser Vermessung eine Gesamtganglänge von 297 m, bei einem Höhenunterschied von 22 m.

Aussagen zur Höhlenentstehung

Die Weiße Kuhle verläuft nahezu hangparallel. Die überwiegend -»phreatischen Rauinformen des Höhlensystems deuten auf eine Bildung im langsam fließenden Grundwasserkörpcr hin. Laugdecken und -näpfchen bekräftigen diese Aussage. Die Höhle gliedert sich in zwei Hauptstockwerke, die durch mehrere Gänge untereinander verbunden sind, wobei das obere als das ältere gelten kann. Hier herrschen -»phreatische Raumformen vor, wobei die phreatischen Gänge des unteren Stockwerkes stark -»vados überformt wurden.

Entgegen dem recht engräumigen oberen sind im unteren Stockwerk größere Räume anzutreffen, die jedoch starken Verbruch aufweisen, der durch die Sprengungen im Steinbruch stark begünstigt wurde (s. H. STREICH, 1968). Auch kann anscheinend der dünnbankige Zechsteinkalk keine größeren Räume bilden, da er unter dem Gebirgsdruck schnell nachbricht. Weitere Untersuchungen könnten hier interessante Ergebnisse über die Tragfähigkeit des Zechsteinkalkes geben.

Unterhalb des jetzigen Nebeneinganges der Weißen Kuhle ist eine dünne Sandsteinschicht aufgeschlossen. Diese konnte zwar noch nicht in der Höhle beobachtet werden, es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich das Höhlensystem an dieser Grenzschicht ausgebildet hat. Weitere Untersuchungen könnten hier Klarheit schaffen.


Nach der Befahrung: dreckig, selig und blaue Flecken....

abschließend zeigt Hans Morlo uns noch einmal den Höhlenriss

Leider sind die Fotos sehr schlecht, ich hatte damals eine alte Kamera, und ich konnte auch keine Innenaufnahmen machen, im Schluf noch eine Kamera mitzunehmen, war mir dann doch zuviel...Vielleicht gibt es bald neue Aufnahmen.

Die Befahrung fand im Sommer 2006 mit Höhlenforscher statt und war genehmigt. Es ist verboten, die Höhle illegal zu befahren. Die ganze Strecke zur Höhle hin ist nicht ungefährlich. Hier ist gutes Schuhwerk und Balance gefragt. Außerdem kann man in der Weißen Kuhle nirgendwo stehen, wenn auch nur hocken. Die Befahrung kann nur im Schluf erfolgen, es ist eng und manchmal lehmig. Nix für ungeübte oder unerfahrene Hobby-Höfos. Dies wollte ich noch einmal loswerden.



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