BUNKERKIRCHE DÜSSELDORF





Einmalig auf der Welt ist sicherlich die Bunkerkirche in Düsseldorf. Wir haben die Bunkerkirche in Düsseldorf besucht und waren hin und hergerissen. Wenn man einige Luftschutzbauarten kennt, ist diese einmalig. Schon alleine die Konstruktion, von innen wie von aussen läßt darauf schließen, daß der Erbauer sich Mühe gegeben hat. Sie ist komplett begehbar, hat viele Relikte , die zum Nachdenken anregen und einem die Beklemmung von damals mit nach Hause geben. Wir wurden auf unsere Fragen sehr lieb beraten und konnten viele Fotos machen. Gerade an diesem sonnig heißen Tag, war die Begehung durch die Bunkerkirche genau das Richtige für uns. Geschichte zum Anfassen. Sie liegt ein wenig außerhalb der Stadt im Industriegebiet. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie sehr gut zu erreichen und über einen Parkplatz verfügt sie auch.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wir werden sicherlich noch einmal mit einer größeren geschichtsinteressierten Gruppe kommen.


Entstehung:


Die Bunkerkirche ist ein ehemaliger Luftschutz- Hochbunker, der widerrechtlich 1942 von den Nazionalsozialisten auf Kirchengrund gebaut wurde. Aus Tarnungsgründen hatte man ihm zynischerweise die Grundform einer Kirche gegeben. Er bestand aus vier baugleichen Etagen, die in U-Form in 7 qm große Zellen unterteilt waren und ca. 2300 Menschen Schutz boten. In den Zellen "lebten" bis zu 10 Personen, in den letzten Tagen der Bombardierung bis zu zwei Wochen

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das Treppenhaus

                                                                       

Das eigentliche Bunkergebäude hat einen Turm mit einer spiralförmigen Rampe, welche zur Versorgung der Bunkerinsassen während der Bombenangriffe diente.

Rampengänge


Nach Kriegsende fehlte am Handweiser eine Kirche. Die Kirchen-Baracke war den Bomben zum Opfer gefallen. Der Bunker erhielt zwar mehrere Volltreffer, blieb jedoch unversehrt.

Schild der Erinnerung an der Außenwand


Dr. Carl Klinkhammer, der damalige Bunker-Pfarrer - heute kann man ihn schon als legendär bezeichnen - hatte die Idee und führte sie auch gemeinsam mit seiner Gemeinde aus: den Bunker in eine Kirche umzuwandeln. Man riss die Zellenwände aus den drei oberen Etagen ab und ließ die Decken heraussprengen. Aus diesen drei Etagen wurde die heutige Bunkerkirche, die 1949 konsekriert wurde. Seit 1995 ist das gesamte Gebäude ein Baudenkmal.

Urkunde die den Denkmalschutz besiegelt


Die letzte originale Bunkeretage mit ihren kleinen Schutzzellen besteht noch unverändert unter der Kirche und ist heute in Verbindung mit einer Rampe im Turm Ausstellungsort des sicher ehrlichsten und authentischsten Ausstellungsortes der Stadt Düsseldorf. Hier finden Ausstellungen, Konzerte und Literaturveranstaltungen statt, die immer im Einklang mit dem Genius Loci stehen.


Eine Zelle in den original erhaltenen Bunkerschutzräumen unter der Kirche beschreibt in einer Fotodokumentation die Geschichte der Bunkerkirche

Fenestra Bunkertür im Rampengang

Ventil aus Wuppertal !!!


Komplett erhalten ist auch die Fäkalienanlage, die noch mit Handpumpenbetrieb lief.

Ich war fasziniert darüber, daß alles so authentisch war, wie unberührt



Ein handgeschriebener Zettel hing wie unberührt an der Pumpe.

Im Jahre 2002 war die Bunkerkirche eines von fünf Düsseldorfer Baudenkmälern, die im Rahmen der Euroga-Ausstellung Krieg und Frieden an Rhein und Maas als Ausstellungsort ausgewählt wurden

Unfassbar die Stille im Bunker



Veröffentlichungen:

"Bunker-Kirche-Kunstort"

Grupello-Verlag (ISBN 3.89978-039-6) Hrsg. Ulla Sommers


"Gott im Bunker"

eine Dokumentation über die Entstehung der Bunkerkirche aus dem Luftschutzhochbunker mit Hans von Amelen

(DVD und VHS),Hrsg. Ulla Sommers


"Krieg und Utopie"

Hrsg. Gertrude Cepl-Kaufmann/Gerd Krumeich/Ulla Sommers


Anschrift:

St. Sakrament

Kevelaerer Straße 24

40549 Düsseldorf-Heerdt

Tel. 0211 – 501281 (Pfarramt St. Benediktus)



Öffnungszeiten:

Gottesdienste: Sonntags 8.30 Uhr und Donnerstags 18 Uhr.

Führungen durch das Baudenkmal Kirche und Bunker für Gruppen nach tel. Vereinbarung unter 0211-500410



BOCHUM






Zeche Hannover in Bochum-Hordel mit Kinderbergwerk

In Bochum-Hordel entdecken die Eltern und Kinder die Zeche Hannover mit seinem Malakowturm und dem Kinderbergwerk. Seit 1973 ist die Zeche stillgelegt und steht nun als westfälisches Industriemuseum der Öffentlichkeit zur Ansicht bereit.

Ein besonderes Angebot der Zeche Hannover für die Kinder ist das Kinderbergwerk.

 Ausgestattet mit Helm und Kittel lernen sie die Arbeitsweise des Bergwerkes kennen. Das Kinderbergwerk ist wie ein richtiges Bergwerk ausgestattet. Stollen, Schacht, Hängebahn, Fördermaschine usw. sind vorhanden.

Angebote Zeche Knirps

Im Schatten des Malakowturms der Zeche Hannover bietet die Zeche Knirps den kleinen Besuchern die Möglichkeit, spielerisch und realistisch den Betriebsablauf in einem Bergwerk zu erleben. Zum museumspädagogischen Programm gehören eine kurze Einstimmung auf den Ort Zeche Hannover, die Erkundung des Industriedenkmals mit Förderschacht und Dampffördermaschine sowie eine Schicht auf dem Kinderbergwerk Zeche Knirps.


Vor Kohle. Kurze Schicht auf Zeche Hannover
Die Kindergruppe im Alter von 6 bis 12 Jahren besichtigt nach einer kurzen Einführung zunächst das Gelände des Industriedenkmals und erkundet danach das Kinderbergwerk.
(April bis November, 10-25 Kinder, 90 Minuten, 35 €)



Lange Schicht auf Zeche Knirps
Das Programm für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren beinhaltet eine Einführung in das Thema, einen Rundgang über das Industriedenkmal und eine lange Schicht auf Zeche Knirps. Mitgebrachtes Picknick kann in einer Pause verzehrt werden.
(April bis November, 10 bis 25 Kinder, 120 Minuten, 40 €)


Extra Schicht auf Zeche Knirps
Nach einer Einführung und einem Rundgang über das Gelände der Zeche Hannover beginnt die Kindergruppe im Alter von 6 bis 12 Jahren ihre „lange Schicht“ im Kinderbergwerk. Hier gibt es die Möglichkeit zu einer Pause, in der mitgebrachtes Essen verzehrt werden kann. Als zusätzlicher Programmpunkt wird schließlich das Thema „Brennstoff Kohle“ kindgerecht aufgegriffen und die Bedeutung der Kohle im Alltag der Jahrhundertwende erklärt.
(April bis November, 10 bis 25 Kinder, 180 Minuten, 50 €)


Die große Zechentour. Spiel- und Geburtstagsprogramm
Die Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren werden kurz in das Thema Bergbau eingeführt und erkunden dann das Industriedenkmal. Zusätzlich müssen sie während einer Spiel- und Rätseltour verschiedene Aufgaben lösen. Abschließend führt das Programm zu einer Spielphase auf Zeche Knirps. Es gibt die Möglichkeit zu einer Pause, in der mitgebrachtes Picknick verzehrt werden kann.
(ganzjährig, maximal 25 Kinder, 180 Minuten, 55 €)


Auf den Spuren von Bergeist Flözian
Das Programm richtet sich an Kindergruppen im Alter von 3-7 Jahren und greift das Thema Bergbau kindgerecht und spielerisch auf. Die Gruppen lernen während des Programms die Welt des Berggeistes Flözian kennen, dürfen einen Blick in sein Unter-Tagebuch werfen und besuchen die Kinderausstellung „Flözians Schatzkammer“. Abschließend besichtigt die Gruppe das Kinderbergwerk Zeche Knirps. (ganzjährig, maximal 18 Kinder, 90 Minuten, 35 €)

Bei Fragen zum Angebot und zur Anmeldung von Gruppen:
Tel. 0234 6100-874 oder E-Mail: zeche-hannover@lwl.org


Kinder können von Mai bis Oktober samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr die Zeche Knirps erforschen. Dieses Angebot ist kostenfrei.


Es ist unglaublich zu beobachten, was die Bochumer so für Bergbaudekorationen in ihren Vorgärten stehen haben!!!